Strom- und CO2-Sparen in der Tennishalle

CSU Führung Halle

Es ist schon beeindruckend, was der TC Rot-Weiß Cham allein an Strom mit der Erneuerung seiner Lichttechnik einsparen kann. Durch die Umstellung auf eine neue LED-Beleuchtung kann der Tennisverein seinen Jahresstromverbrach um etwa 70 Prozent senken und damit nicht nur etwa 22.000 kWh Strom einsparen. Zugleich wird nämlich auch der CO2 Ausstoß um fast 13 Tonnen im Jahr gesenkt. Diese Neuerung nahm der CSU Arbeitskreis Umweltsicherung- und Landesentwicklung zum Anlass, die Tennishalle in Altenmarkt mit ihrer neuen Technik zu besichtigten. Kreisvorsitzender Alfons Klostermann-Stahlmann sprach in Anwesenheit von Bezirksvorsitzenden Klaus Hofbauer die wichtigen Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz an. Dazu gehört natürlich auch die Thematik Energieeinsparung.

Der Vorsitzende des TC-Rot-Weiß Cham, Markus Weichselmann, erläuterte den Gästen die Beweggründe der Umrüstung und erinnerte daran, dass die im Jahr 1976 gebaute Halle eigentlich schon immer eine Vorreiterrolle einnehme und nannte die Gründe für die Umrüstung der Beleuchtung. Da ein Wechsel der alten 360 Leuchtstoffröhren zu teuer gekommen wäre, entschieden sich die Sportler für eine neue LED-Anlage, die sowohl vom BLSV, Stadt und Landkreis gefördert wurden. Extra Dank zollte der MdB Karl Holmeier er nach einem Pressebericht den Verein auf eine Förderung durch das sogenannte „Jülich-Programm“ aufmerksam machte. Bei der LED-Beleuchtung handele es sich bereits um die dritte Generation von Beleuchtung handle. Zuerst waren dies die Halogenstrahler, die im Jahr 1994 durch 120 Lampen mit jeweils drei Leuchtstoffröhren ersetzt wurden. Da eine Sanierung des Lichtes anstand, plante man zuerst die 360 Leuchtstoffröhren durch LED-Röhren zu ersetzten. Diese nicht unerheblichen Kosten hätte der Verein selber tragen müssen. Nach der Ausschreibung kam man auf das neue LED-Licht welches durch die Chamer Firma RWenergy GmbH geplant und installiert wurde.

TC-Schatzmeister Georg Bösl erläuterte die Kosten und die Fördersummen. Der Dank der Vereinsvertreter galt vor Stadt Cham, welche durch ihre großzügigen Sportförderrichtlinien das Vorhaben mit 35 Prozent fördert. Der Bayerische Landessportverband förderte mit 35 Prozent. Eine weitere Förderung erfolgte durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit sogenannten „Jülich-Programm“ und durch den Landkreis. Bösl verhehlte aber auch den schriftlichen Aufwand vor allem wegen Bundeszuschusses nicht. Dank all dieser Zuschüsse blieben für den Verein von den Kosten mit 62.000 Euro nur noch 10.000 Euro über, welche sich über die Stromeinsparung bald amortisieren werden. Ein positiver Nebeneffekt für alle Tennissportler ist die trotz aller Einsparmaßen mit der dem neuen LED-Licht eine doppelte Helligkeit. Waren es früher rund 250 Lux so ist die Halle nun mit 650 Lux entsprechend heller und wäre schon fast für Fernsehübertragungen geeignet.

Dieter Janker, der technische Leiter von RWenergy, erläuterte den Mitglieder des Arbeitskreises die neue Technik, die erheblich zum Klimaschutz mit beitrage. Trotz niedrigerem Energie- und CO2-Verbrauch schaffe die neue Beleuchtung eine mehr als doppelte Beleuchtungsstärke, wodurch nun auch internationale Turniere in der alle durchgeführt werden könnten. Um  einen  möglichen Blendfaktor durch einzelne Lichtpunkte zu minimieren, wurden die Lampen mit gefrostetem Plexiglas versehen und entsprechen ausgerichtet. Mit dem neuen LEC-Licht wurden auch eine Tageslicht- und Präsenzsteuerung eingerichtet.  Diese ermöglicht es, die Lichtstärke manuell oder automatisch an die jeweilige Nutzung und Umgebungshelligkeit anzupassen und die Lampen einzeln zu steuern.

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