Tennis Club Rot-Weiss Cham

Rot-Weiß nimmt mit 18 Mannschaften an der Übergangssaison teil

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Der TC Rot-Weiß Cham „blüht“ weiter auf. Er wird sich mit 18 (!) Mannschaften an der wegen Covid-19 etwas anderen Medenrunde 2020 beteiligen, und ist damit oberpfalzweit der Tennisclub mit den meisten Teams im Wettbewerb dieser vom Verband als „Übergangssaison“ betitelten Meisterschaftsrunde. Denn es gibt kein Aufstiegsrecht, auch absteigen wird niemand, was auch absurd wäre, denn bayernweit beteiligen sich nur die Hälfte der ursprünglich zur Saison gemeldeten Tennismannschaften. Alle Teams behalten für die nächstjährige Saison ihre erreichte Liga.

Es pausieren zum Beispiel alle Bayernligateams im Altersbereich Herren 40, wozu auch die derzeit ranghöchste Rot-Weiß-Mannschaft zählt. Deren Aktive werden heuer bei den Herrenteams eingesetzt und können erst im nächsten Jahr ihre Bayernliga-Tauglichkeit unter Beweis stellen. In dieser „Schnuppersaison“ will der TC Rot-Weiß Cham ein neues Mannschaftsgefüge erproben und junge talentierte Nachwuchsspieler an ein höheres Leistungsniveau heranführen. Der Spielablauf bleibt identisch zu einer normalen Saison. Es werden auch Doppel gespielt.

Kompliziert wird aber die Anreise, denn es dürfen nur Personen aus zwei verschiedenen Haushalten in einem Auto sitzen. Auch bei 4er-Teams müssen deshalb Auswärtsfahrten mit mindestens zwei Autos bestritten werden. Die Bewirtung der Mannschaften in Eigenregie ist, Stand Anfang Juni, noch nicht erlaubt. Aber es wird damit gerechnet, dass diese zum Start der Medenrunde bei Einhaltung der üblichen Hygienevorschriften möglich sein wird. Auch die Nutzung der Sanitärbereiche ist noch nicht endgültig geregelt. Alle Ligaspiele der Übergangssaison können bei Bedarf im gegenseitigen Einvernehmen bis zum 30. September verlegt werden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, hat der TC Rot-Weiß Cham die Eltern seiner Nachwuchsspieler befragt, ob sie mit der Teilnahme an den Medenspielen in Zeiten von Corona einverstanden sind. Und alle haben zugestimmt! Somit nimmt der Chamer Traditionsclub mit zwölf Jugendmannschaften – von U 8 bis U 18 – an der Übergangssaison teil. Ein Rekord in der 67-jährigen Vereinsgeschichte.

Das Herren I Team tritt in der neu zusammengestellten Landesliga Nordost in einer Fünfergruppe an, hat also vier Spiele gegen den TC Neunkirchen Brand, den TC RW Erlangen, den MTV Bamberg und den SC Uttenreuth. Saisonstart ist am Sonntag, 21. Juni in Uttenreuth. Den Kern der Mannschaft werden Sascha Bilek, der nach einjährigem Intermezzo bei NHTC Nürnberg zurückkehrt, Lukas Artner (beide Deutsche Rangliste und LK1) sowie Kapitän Radek Kuchynka, der in den vergangenen Jahren noch in Teublitz in der Herren-Bayernliga aufgeschlagen hat, sowie Vojta Vychopen bilden. Die restlichen zwei Plätze werden „durchgemischt“. So sollen die „Meisterspieler“ der vergangenen Saison Tobias Wanninger, Adrian Paul und Markus Weichselmann Einsätze erhalten. Ob die tschechischen Spieler Miro Stengl und Martin Kraus spielen, bleibt abzuwarten? 

In einer Fünfergruppe schnuppert das Damenteam nach Jahrzehnten wieder Landesligaluft. Die Gegnerinnen kommen aus Aschaffenburg, Bayreuth, Erlangen und Altenfurt und werden den Rot-Weiß Damen alles abverlangen. Sicher zum Einsatz kommen Timea Tobiasova, Viki Kuchynka, Pia Heller und Eva-Maria Zollner. Eliska Foglova hat ebenfalls ihre Zusage gegeben. Daneben wird noch Augusta Tobiasova Ende Juni für längere Zeit in Deutschland sein und spielen können. Manuela Wild, Anna Heller und Vroni Selmer vervollständigen den Kader. Eventuell wird auch die neue Nummer eins der RW-Damen, Karolina Novakova, bei den Heimspielen zum Einsatz kommen.

In einer neuformierten Sechserliga startet das Herren 65-Team in der Landesliga Nordost. Zur Stammformation gehören Georg Bösl, Max Strasser, Georg Wilde, Franz Mühlbauer, Ferdinand Schwarzfischer und Norbert Vogl. Auch Will Gröber steht nach längerer Punktspielpause wieder zur Verfügung. Die Chamer haben dabei drei Heimspielen und müssen zweimal in die Fremde reisen. Mit Hin- und Rückspielen bekommt es das Herren 60-Team in der Bezirksliga zu tun, da hier nur vier Mannschaften gemeldet haben. Spielen werden neben dem Kapitän Norbert Vogl in erster Linie noch Dieter Greinke, Hans Miethaner, Ferdinand Schwarzfischer, Willi Gröber und Günther Zollner.

Ein volles Programm, aufgrund neu formierter Ligen, wartet auf die Herren II und Herren III. Die Gruppen in der Bezirksklasse I und II wurden zusammengelegt, so dass die Rot-Weißen jeweils sieben Spiele bei acht Mannschaften absolvieren werden. Durch den Rückzug der Herren 40 stehen auch Christian und Marco Rieger, Sepp Wanninger,, Christian Kierst und Thomas Göttlinger zur Verfügung. Aber das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf den Youngstern Lenny Kierst, Kevin Gmach, Johannes Rösch und Tim Habash, die in den durchaus anspruchsvollen Herrenklassen vorrangig zum Einsatz kommen sollen. Als Vorbild fungiert hier Nico Dieß, der sich bereits fest bei den Herren II etabliert hat. Den Kapitänen Severin Maier und Christian Kroll wird es sicher gelingen, in jedem Spiel eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. Die einzelnen Termine und den kompletten Kader entnehmen Sie bitte den Übersichten.

Rot-Weiß Vorsitzender Markus Weichselmann zieht folgendes Schlussfazit zu dieser Corona-Saison: „Wir gehen aus Freude am Sport in dieser Übergangssaison an den Start. Wir haben so zahlreich gemeldet, weil Tennis ein kontaktarmer Sport mit keinem Ansteckungsrisiko ist. Gerade für die Kinder und Jugendlichen wäre es ein `verlorenes` Jahr gewesen, wenn keine Spielrunde stattgefunden hätte“..

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