Tennis Club Rot-Weiss Cham

Peter Heller ist neue Nummer 1 der ITF-Weltrangliste

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Peter „Pete“ Heller wurde bei dem mit 25 000 US-Dollar dotierten Hartplatzturnier, den internationalen Herren-Tennismeisterschaften der Metropolregion Rhein-Neckar in Nußloch vor den Toren von Heidelberg – erst im Finale gestoppt. Auf Ebene der neu eingeführten Umstrukturierung „ITF World Tennis Tour“ ist der Spieler aktuell jetzt aber die Nummer eins der Welt. Turnierchef und Geschäftsführer Dr. Matthias Zimmermann, Insidern bestimmt noch bestens bekannt aus früheren Kötztinger Tennis-Hochburgzeiten, freute sich besonders, dass sich mit Peter Heller ein Spieler seiner „Bayerwald-Heimat“ mit tollen Leistungen sich bis ins Finale vorarbeiten konnte.

Mit dem Vizezitel, und damit weiteren erspielten 90 Punkten übersprang Heller als erster ITF-Spieler der Welt die 1000 er Marke der neuen „ITF World Tennis Tour“. In der ca. 3500 Spieler umfassenden ITF Weltrangliste nimmt der Chamer per 4. Februar jetzt Platz eins mit 1010 Punkten ein. Die immer 14 zur Berechnung ausschlaggebenden Matches, jeweils auf ein Jahr gerechnet, setzen sich bei Heller aus sechs Siegen, drei Finalplätzen und fünf Halbfinalplätzen zusammen. Dank des Rankings kann er bei allen Challenger-Turnieren, mit einer Staffelung der Preisgelder bis 150 000 US-Dollar, bereits im Hauptfeld aufschlagen.

Im stark besetzten ITF-Hauptfeld, mit 32 Spielern aus zwölf Nationen, war Heller – nach den neuen Regularien – nicht gesetzt. Der Chamer in Diensten des Zweitligisten TC Amberg am Schanzl zeigte jedoch bis hin zum Finale ausgezeichnete Leistungen.

In Runde eins gelang ihm ein 6:3, 6:2-Auftaktsieg gegen Andrew Watson (GBR) mit neun Assen bei zwei Aufschlagfehlern. Im Achtelfinale gegen Kai Wehnelt (GER) mit dem er im Doppel bis in Halbfinale vorstieß, glückte ihm ein 6:4 und 6:1. Im Viertelfinale wollte sein Gegner Peter Torebko (GER) unbedingt eine Revanche für die Endspiel-Niederlage der Überlingen Open 2018. Im äußerst intensiv geführten Match mit vielen langen Ballwechseln gewann Heller jedoch mit 7:6 (5), und 6:4 Sieg in 1:42 Stunden.

Das Halbfinale war das längste und spannendste Match des Turniers, mit einem glücklichen Ausgang für Heller. Der Bayerwald-Mann siegte mit 6:4, 3:6, 7:6 (5) nach 1:58 Stunden gegen den Niederländer Tim Van Rijthoven, der an Position sieben gesetzt war. Der Holländer, vormals die Nummer 13 der Junioren-Weltrangliste, zweifacher Daviscup-Spieler für sein Land gegen die Schweiz und Schweden, setzte insgesamt 15 Asse bei nur zwei Doppelfehlern – gegenüber Hellers drei Assen, der jedoch keinen Aufschlagverlust verzeichnete.

Im Endspiel traf Heller auf Botic van de Zandschulp. Der Gegner, wie Heller nicht gesetzt, ist ein Kraftpaket auch aus den Niederlanden und schlug in der Saison 2018 in der ersten Bundesliga für den TC BW-Neuss auf. Van de Zandschulp , aus der unteren Hälfte kommend, gab bis zum Finish keinen einzigen Satz ab. Gleich in der ersten Runde verwies er den an Position zwei gesetzten Engländer Liam Broady mit 1:6 und 2:6 in seine Schranken.

Auch für den Chamer, mit leichten Schulterproblemen, war an diesem Tag gegen van de Zandschulp nichts zu holen. Der 1,90 m große Rechtshänder, ein echter Scharfschütze mit knallhartem Aufschlag, druckvollen Grundschlägen, extremem Topspin und Monstervorhand ausgestattet, nahm Heller zu Beginn des Matches zweimal das Service ab und ging mit 4:0 in Führung. Nach knapp einer halben Stunde war Satz eins mit 2:6 weg. Praktisch das gleiche Bild zeigte sich in Durchgang zwei. Wiederum dominierte der Holländer mit 6:2.

Vor allen gegen den Aufschlag von Zandschulp (zwölf Asse) fand „Pete“ Heller (ohne Ass) kein Mittel. Speziell das Service war nicht ganz so locker und schnell wie gewollt und van de Zandschulp siegte verdient. Trotz Niederlage war Peter Heller aber auch ein zufriedener Zweiter.

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