Augusta Tobiasova und Vojta Vychopen sind Chamer Stadtmeister

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Nach über 20 Jahren fand bei den Damen endlich wieder eine offene Stadtmeisterschaft statt. Als Siegerin des Turniers ging die ungesetzte Spielerin der Chamer Landesligamannschaft Augusta Tobiasova hervor, die sich in der ersten Runde in einem dramatischen Match gegen ihre ältere Schwester Timea Tobiasova durchsetzen konnte, weil sich Timea verletzt hat. Bei den Herren wiederholte der an eins gesetzte Vojta Vychopen seinen Erfolg aus dem Jahr 2019.

Der in dieser Saison sehr erfolgreiche Landesligaspieler von Rot-Weiß Cham, Vojta Vychopen, wurde in der als LK-Turnier gewerteten Stadtmeisterschaft seiner Favoritenrolle gerecht. Er war auch nach Absage von Lukas Artner und Radek Kuchynka klar die Nummer eins des Turniers. Im Finale traf er auf den starken Peter Wessenberg vom TC RW Straubing, den er mit 6:0 und 6:3 beherrschte. Peter Wessenberg war jedoch schon schwer von seinem langen Kampf im Halbfinale gegen Markus Weichselmann gezeichnet und körperlich nicht mehr in der Lage Gegenwehr zu leisten.


Das Halbfinale Wessenberg gegen Weichselmann dauerte zweieinhalb Stunden und war von langen Grundlinienduellen und von dem starken Service Wessenbergs gekennzeichnet. Weichselmann stemmte sich aber mit aller Macht dagegen, holte in Satz eins ein 1:5 auf und zwang Wessenberg in den Tie-Break. Hier war Wessenberg mit 7:5 der glücklichere Spieler. Im zweiten Satz schlug Wessenberg bei 5:4 schon zum Matchgewinn auf, Weichselmann schaffte aber das Rebreak und erneut musste der Tie-Break entscheiden. Insgesamt vier Matchbälle wehrte Weichselmann ab, hatte selber einen Satzball, unterlag knapp mit 9:11.


Leichter hatte es im zweiten Halbfinale Vychopen, der mit Christian Hopf beim 6:0 und 6:2 kurzen Prozess machte. Hopf wiederum schlug am Vortag überraschend Sepp Wanninger in zwei Sätzen. Den dritten Platz holte sich dann Markus Weichselmann mit 6:2 und 6:2 gegen Hopf.


In den Vorrundenspielen gab es noch einige nennenswerten Ergebnisse. So schlug Youngster Kevin Gmach überraschend Christian Rieger mit 6:2 und 7:5. Einen harten Fight gab es auch im Prestige-Duell zwischen den Mannschaftskameraden des Herren 40-Bayernligateams Christian Kierst und Sepp Wanninger, das Wanninger im dritten Satz mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Die Nebenrunde gewann Günter Lemberger gegen Sebastian Schmuderer in zwei Sätzen.


Verletzungspech für Timea Tobiasova

Bei den Damen kam es gleich in der ersten Runde zum pikanten Schwestern-Duell Timea gegen Augusta Tobiasova. Nach schier unendlichen Ballwechseln holte sich Timea den ersten Satz mit 6:4 und sah beim 5:1 im zweiten Satz schon wie die sichere Siegerin aus, als sie plötzlich bei einem Ballwechsel umknickte und mit dickem Knöchel nicht mehr weiterspielen konnte.

Augusta kämpfte sich dann im Halbfinale in drei Sätzen gegen die Straubingerin Johanna Kutheil ins Finale. Hier traf sie auf die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise, Fabienne Schneider vom TC Schwangau. Diese setzte sich zunächst gegen Sophia Scherebko (TC RW Cham) knapp mit 6:4 und 7:6 durch.
 

Im Halbfinale traf die 15-jährige Schneider in einem Generationenduell auf 29 Jahre ältere Lubica Fabriciova vom TC Puchheim, die auf Platz zwei gesetzt war. In einem dreistündigen Match schenkten sich beide Spielerinnen nichts. Am Ende siegte Schneider im dritten Satz mit 6:2.


Das Finale gewann in einem absolut sehenswerten Spiel die ungesetzte Augusta Tobiasova mit 6:4 und 6:3 gegen die zehn Jahre jüngere Fabienne Schneider und holte sich damit die Chamer „Tenniskrone“.

In der Nebenrunde siegte Franziska Messerer aus Dingolfing gegen das Chamer Nachwuchstalent Kiara Kuchynka in zwei Sätzen.

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