Tennis Club Rot-Weiss Cham

7. Spieltag: TC Neunkirchen a.B. 6:3

Obwohl nicht in Bestbesetzung angetreten, haben die Senioren des TC Rot-Weiß Cham beim entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt in Neunkirchen am Brand eine famose Leistung geboten. Das Herren 60 Team gewann erstmals alle drei Doppel und sicherte sich mit dem 6:3 Sieg den Erhalt der Landesliga Nordost.

Mit gemischten Gefühlen traten die Chamer Tennissenioren die Reise nach Neunkirchen an. Konnten doch Georg Wilde und Roland Schröpfer nicht spielen. Doch die aufgebotenen Spieler präsentierten sich topfit und riefen zum Teil ihr bestes Tennis ab.

Zum Beispiel Johann Miethaner an Position sechs. Er traf auf den bisher unbesiegten Helmut Forster, ein ehemaliger Regionalligaspieler. Der 79-Jährige (!) Akteur hatte immer wieder perfekte Schläge im Repertoire, aber Johann Miethaner war seinem um 17 Jahre älteren Gegner läuferisch überlegen, spielte gute Vor- und Rückhandbälle und gewann beide Sätze klar.

„Eine Bank“ auf Position fünf war einmal mehr Franz Mühlbauer. Er ließ mit seinem grundsoliden Grundlinienspiel Gerhard Heinlein beim 0:6 und 2:6 nicht den Hauch einer Chance. Willi Gröber startete an vier „wie die Feuerwehr“ und gewann den ersten Satz mit 6:1. Doch im zweiten war er unkonzentriert und verlor diesen mit 0:6. Im Matchtiebrake besann sich der Willi wieder seiner Fähigkeiten und sicherte mit 10:7 den dritten Punkt für die Rot-Weiß Senioren.

Das war es dann aber schon in den Einzeln. Denn Norbert Vogl verlor auch sein siebtes Punktspiel klar und Max Strasser fand gegen den Bolivianer Roberto Thompsen nicht zu seinem Spielrhythmus, und musste im zweiten beim Stande von 2:1 für Thompson aufhören.

Alle Hoffnungen auf den ersehnten vierten Einzelpunkt ruhten deshalb auf Georg Bösl im Spitzeneinzel. Doch „der Schorsch“ hatte nicht seinen besten Tag, verlor gegen den läuferisch starken Sebastian Kufner den ersten Satz, mühte sich im zweiten zum 7:5, agierte aber im Matchtiebrake „zu brav“ und verlor diesen mit 6:10.

Also mussten es die Doppel richten. Hier hatte Mannschaftsführer Max Strasser genau den richtigen Plan. Er stellte Georg Bösl und Willi Gröber ins Einserdoppel. Die brauchten eine lange Anlaufzeit, verloren den ersten Satz klar, hatten aber im zweiten Satz und im Matchtiebrake „alles im Griff“.

Kapitän Strasser ging mit Norbert Vogl ins Zweierdoppel. Vogl servierte hervorragend, brachte mit seiner schnellen Vorhand die Gegner immer wieder in Verlegenheit und punktete auch am Netz. Schnell führten die Chamer 5:1, ließen ihre Gegner in einer kurzen Schwächephase aber auf 5:4 herankommen, um dann zuzumachen. Im zweiten Satz führten die Chamer bei Aufschlag Strasser 5:4 und 40:0, hatten also drei Matchbälle, vergaben aber diese. Auch beim Stande von 6:5 hatten Strasser/Vogl wieder Matchball, den sie vergaben. Somit kam es zum Satztiebrake. Den gewann das Chamer Zweierdoppel sensationell mit 7:0! Als besonders erfreulich ist hervorzuheben, dass im letzten Punktspiel endlich die „schwarze Serie“ von Norbert Vogl zu Ende ging.

Klar auf Siegkurs vom ersten Spiel an war das Chamer Dreierdoppel Mühlbauer/Miethaner, das gut harmonierte. Nach dem Klassenerhalt blicken die Chamer Tennissenioren sofort wieder nach vorne. Für die kommende Saison soll zusätzlich zum Herren 60 Team eine neue Herren 65 Mannschaft für die Medenrunde gemeldet werden, die den Quereinstieg in die Landesliga beantragt.

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