7. Spieltag: RW Erlangen 9:12

Bilek 1

"Es war verdammt eng und verdammt bitter. Ich bin schon etwas geknickt", kommentiert Rotweiß-Vorsitzender Markus Weichselmann die 9:12 Niederlage der ersten Herrenmannschaft beim Meister und Aufsteiger Rotweiß Erlangen. Leztendlich fehlte ein Quäntchen Glück und die Chamer Landesligaherren hätten das "Wunder von Erlangen" realisiert und wären mit einem Sieg nicht abgestiegen.

Für Erlangen war alles angerichtet, selbst Meister T-Shirts waren schon gedruckt.

"Es war klar", so Weichselmann, "dass wir an Position eins und vier gegen die beiden Traxler-Brüder aus Österreich, beide noch ungeschlagen in dieser Saison, auf verlorenem Posten standen. Trotzdem hielt Sebastian Drexler bis zum 4:5 sehr gut mit. Aber dann setzte sich  das sichere und druckvollere Spiel von der österreichischen Nummer 25 durch. Sein 15-jähriger hochtalentierter Bruder Simon setzte sich in zwei Sätzen gegen Tomas Urban durch."

 Sein bestes Saisonspiel lieferte Sascha Bilek an drei. Er fuhr einen deutlichen Zweisatzsieg ein.

Sehr überzeugend auch der Sieg an Position sechs von Matus Scur gegen den Aufschlagriesen Sebastian Schmidt, der oft Serve-and-Volley spielte. Doch Matus war zu jederzeit Chef  und von der Grundlinie der deutlich bessere Spieler. Markus Weichselmann spielte diesmal an fünf gegen den 19 Jahre jüngeren und von der Leistungsklasse um zwei Klassen höher eingestuften Julian Messingschlager. "Weichs" spielte sicher von der Grundlinie und war mitunter auch am Netz erfolgreich, so dass am Ende ein überragender 6:2 6:1 Sieg für den Chamer Tennisvorstand herauskam.

Ausschlaggebend für die Chamer Niederlage war das Spiel von Miro Stengl  gegen den 20 Jahre alten Nicolas Kramer. Stengl siegte locker  im ersten Satz. Bei 5:6 im zweiten Satz gab   er  überraschend sein Service zum Satzverlust ab, um danach im Matchtiebrake zu unterliegen.

So stand es nach den Einzeln nur unentschieden.  

Es waren noch alle Chancen in den Doppeln drin, denn die Chamer erwischten die Erlanger mit einer idealen Aufstellung: Das Dopppel Drexler/Weichselmann wurden im Einser-Doppel  „geopfert“.

Bilek/Urban waren gegen Lang und Ersatzspieler Göpfrich ebenbürtig, konnten den ersten Satz knappp gewinnen, den zweiten aber verloren sie mit 4:6. Im Matchtiebrake  waren die Chamer lockerer und mutiger und gewann klar.
Das Chamer Dreier-Doppel Stengl/Scur lieferte sich gegen Simon Traxler und Messingschlager, der sich von seiner Niederlage im Einzel gut erholt zeigte, ein packendes Duell. Beim Stande von 9:9 begann dieses Doppel das Matchtiebrake, das die Entscheidung über Sieg oder Niederlage, sprich aus Chamer Sicht über  Klassenerhalt oder Abstieg bringen musste. Leider ging das MTB klar verloren, Erlangen steigt in die Bayernliga auf und Cham in die Bezirksliga ab. Nur einige ganz wenige Bälle führten dieses Schicksal herbeil. -csm-

 

Die Einzel-Ergebnisse:

Traxler Dominik AUT §31.6 - (1, LK1) Drexler Sebastian (1, LK1) 6:4 6:0

Kramer  Nicolas (5, LK1) - Stengl  Miroslav CZE §31.6 (2, LK2) 2:6 7:5 10:7

Lang Maximilian (6, LK2) - Bilek Sascha (3, LK3) 2:6 2:6

Traxler Simon AUT (8, LK3) - Urban Tomas CZE §31.6 (5, LK5) 6:4 6:3

Messingschlager Julian (10, LK5) - Weichselmann Markus (9, LK7) 2:6 1:6

Schmidt Stefan (12, LK5) - Scur Matus SVK §31.6 (11, LK10) 3:6 3:6

 

Die Doppelspiele:

Domink Traxler/Kramer         - Drexler/Weichselmann         6:3, 6:0

Lang/Göpfrich                                   - Bilek/Urban                         5:7, 6:4, 4:10

Simon Traxler/Messenschlager          - Stengl/Scur                          6:4, 6:7, 10:5

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