Tennis Club Rot-Weiss Cham

Herren I - Landesliga

Nach dem überraschenden Aufstieg im Jahre 2010 schlug die erste Herrenmannschaft im vergangenen Jahr zum zweiten mal in der Vereinsgeschichte in der Bayernliga auf. Obwohl es in einer insgesamt eher schwach besetzten Bayernliga wohl noch nie so einfach gewesen wäre, den Klassenerhalt zu erreichen, belegte das Team um Kapitän Radovan Kuchynka mit nur einem Sieg den letzten Tabellenplatz. Wie knapp allerdings der Klassenerhalt verpasst wurde, verdeutlicht die Tatsache, dass bei einem Sieg gegen den Mitabsteiger Altenfurt oder gegen CAM Nürnberg der drittletzte Tabellenplatz erreicht worden wäre. Doch beide Partien gingen denkbar knapp mit 4:5 verloren. Beste Chancen hatten die Chamer insbesondere gegen CAM Nürnberg, als Marco de Giorgi bereits mit 6:0 und 3:1 führte und dennoch sein Einzel im Match-Tie-Break abgeben musste. Wäre dieses Einzel gewonnen worden, hätte es 4:2 nach den Einzeln gestanden und ein Sieg und damit im nachhinein der Klassenerhalt wäre gesichert gewesen. Auch die Partie gegen Altenfurt ging erst im Match-Tie-Break des entscheidenden Doppels verloren. Sehr überzeugend agierte wieder einmal Radovan Kuchynka. Der mit Abstand älteste Spieler an den vorderen Positionen der Bayernliga zeigte gerade in den letzten Spielen eine unglaubliche Form. In mitreißenden und packenden Duellen konnte Radek seine letzten drei Spiele (einmal davon sogar auf Position eins), zum Teil nach Abwehr von mehreren Matchbällen, für sich entscheiden. In sehr guter Form präsentierte sich auch Martin Kamenik an Position drei spielend (5:2 Siege). Auch Jakub Praibis enttäuschte an Position eins nicht (2:3 Siege). Der ehemalige ATP-Spieler hatte leider wiederholt mit Verletzungssorgen zu kämpfen, so dass er nicht sein komplettes Potential abrufen konnte. Insgesamt durchwachsen waren die Auftritte unserer Youngster Sascha Bilek, Sebastian Drexler und Marco de Giorgi an den Positionen vier bis sechs. Hier konnten insgesamt nur drei von zwanzig Einzel gewonnen werden. Diese „Horrorbilanz“ an den hinteren Positionen war letztlich auch der Grund, warum die Klasse nicht gehalten werden konnte. 

 

In diesem Jahr kommt es zu einem großen personellen Umbruch: Martin Kamenik hat den TC Rot-Weiß Cham nach drei Jahren verlassen und wird bei TC Leipzig in der Regionalliga aufschlagen. Sascha Bilek sieht für seine nach dem Ende der Schulzeit angestrebte Profikarriere bessere Chancen bei Iphitos München. Und zu allem Überfluss hat auch noch das Talent aus den eigenen Reihen Marco de Giorgi den Tennisschläger an den Nagel gehängt. Inwieweit Jakub Praibis zur Verfügung stehen wird, bleibt aufgrund seiner anhaltenden gesundheitlichen Probleme abzuwarten. Aus dem letztjährigen Stamm der ersten Mannschaft bleiben somit nur Kapitän Radovan Kuchynka und Sebastian Drexler erhalten. Damit kann das Ziel in der Landesliga nur der Klassenerhalt bedeuten.  

 

Insbesondere auf „Radek“, der erneut auf Position zwei aufschlagen wird, ruhen die Hoffnungen der Rot-Weißen. In der Landesliga hat Radek für den TC Rot-Weiß Cham in drei Spielzeiten nur ein einziges Einzel verloren. Radek ist als stets engagierter und hochmotivierter Trainer mittlerweile im gesamten ostbayerischen Raum unterwegs und betreut mitunter auch die beiden „Jungprofis“ Peter Heller und Sebastian Wagner auf internationalen Turnieren. Spielerisch ist Radek nach wie vor eine Augenweide für seine zahlreichen Fans, die sich bereits wieder auf seine von Kraft und Dynamik geprägten Spiele freuen. An Position drei muss aufgrund seiner Leistungsklasse Sebastian Drexler, mit achtzehn Jahren der jüngste im Team, antreten. Sebastian gehört nach wie vor zu den hoffnungsvollsten Tennistalenten im Bayerwald. Allerdings laboriert er bereits seit Monaten an einer langwierigen Handgelenksverletzung, die ihn dazu zwingt seine ansonst gefürchtete beidhändige Rückhand einhändig zu spielen. Aufgrund dieser erzwungenen Technikumstellung werden für Sebastian die Trauben an Position drei sicherlich sehr hoch hängen, doch für die eine oder andere Überraschung kann der Regener in jedem Fall sorgen. Fest zum Kader der Ersten gehört nach der Abmeldung der Herren30 wieder der langjährige Kapitän der ersten Mannschaft Johannes Gschwendtner. Dass der „Portugal-Reiseprofi“ trotz beruflichem Stress nichts verlernt hat, hat er mit einem Sieg bei seinem einzigen Einsatz in der „Ersten“ im vergangenen Jahr gegen Altenfurt eindrucksvoll demonstriert. „Hansen“ überzeugt nach wie vor nicht nur mit seinem enormen Power-Tennis von der Grundlinie, sondern auch mit großem Spielwitz und Raffinesse. Im Lager der Bayerwaldler traut man dem Chamerauer durchaus eine positive Bilanz an Position vier bzw. fünf zu. 

 

Für die Position eins wurde neu der 24-jährige Miroslav Stengl verpflichtet. Miro studiert Betriebswirtschaft an der Universität Pilsen und absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der HIW Software Solutions GmbH in Cham. Miro hat die vergangenen Jahre in Deutschland in Baden-Württemberg gespielt und schlägt seit sieben Jahren für Slavia Pilsen in der zweithöchsten tschechischen Spielklasse auf. Zu seinen größten Erfolgen zählen der fünffache Gewinn der westböhmischen Meisterschaft und ein dritter Platz bei den tschechischen Doppelmeisterschaften 2010. Seine beste Ranglistenplatzierung in Tschechien war im Jahr 2010 Platz 33. Leider war Miro im vergangenen Jahr für längere Zeit an der Schlaghand verletzt und muss sich derzeit mühsam an die Form früherer Jahre heran kämpfen. Dennoch hoffen die Chamer, dass Miro an Position eins die erhoffte Verstärkung für das Team sein wird. Zweimal wird der 20-jährige Österreicher Manuel Bellutti, ein Freund von Pete Heller, für die Chamer aufschlagen. Manuel studiert Wirtschaft an der Universität Innsbruck und ist die derzeitige Nummer 92 in Österreich. Die Positionen fünf und sechs werden im Rotationsverfahren von Petr Bufka, Andreas Freundl, Lukas Böhm und Markus Weichselmann besetzt werden. Insbesondere bei „Buff“ hoffen die Rot-Weißen, dass er vielleicht mehr als wie angekündigt nur ein- bis zweimal aufschlagen wird, wäre er doch als „alter“ Kämpfer und Taktiker eine große Verstärkung für das Team. Petr geht mittlerweile bereits in seine 18. Tennissaison bei Rot-Weiß und ist aus dem Verein schlicht nicht mehr wegzudenken. Eine große Unbekannte ist derzeit die Form von Andreas Freundl. Friendly, frisch vermählt, ist immer wieder an seinem lädierten Sprungelenk verletzt und wird so ständig aus einer ordentlichen Vorbereitung gerissen. Zumal auch gerade das läuferische Element normalerweise zu seinen großen Stärken zählt. Mit seinem extrem druckvollen und sicheren Grundlinienspiel überzeugte Lukas Böhm aus Taus bei seinen Einsätzen im vergangenen Jahr für die Herren 30 und die „Zweite“. Auch in der Landesliga an Position sechs dürfte Lukas damit nur sehr schwer zu bezwingen sein. 

 

Die „Erste“ lädt alle Tennisfreunde ganz herzlich zu den Heimspielen auf die Tennisanlage in Cham-Altenmarkt ein: hochklassiges und spannendes Tennis ist garantiert! 

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