5. Spieltag: CaM Nürnberg 4:5

Am Himmelfahrtstag, im letzten Heimspiel der Runde, gab es für die RW-Herren der Ba-Bayernliga-Herren eine ganz, ganz bittere Niederlage. Gegen das favorisiert angereiste Team von CaM Nürnberg war der Sieg zum greifen nahe, am Ende jedoch nahmen die Mittelfranken die Punkte mit nach Hause. Dass diese Partie, mit vielen Zuschauern, vor allem „Tennis-Vatertags-Fans“ aus umliegenden Stadtvereinen, so spannend werden würde, hatte man vor Spielbeginn nicht gedacht. CaM Nürnberg, selbst noch mit Chancen den Meistertitel zu holen (8:2 Punkte), trat in sehr starker Aufstellung an. Die Entscheidung, Verbleib in der Bayernliga, oder Abstieg wieder zurück in die Landesliga, dürfte wohl am morgigen Sonntag im Kellerduell bei Schlusslicht TSV Altenfurt (0:10 Punkte) fallen. Bei einer Niederlage müsste nochmals gerechnet werden.  

In der ersten Runde lieferte Sascha Bilek trotz muskulärer Probleme eine starke Leistung. An Position vier war es jeweils nur ein Break was zum besseren Ende des Nürnbergers Benedikt Wilde führte. 4:6 und 4:6 Niederlage des 18-jährigen Chamers. An Position sechs zeigte sich Marco de Giorgi über eine weite Strecke in blendender Verfassung. Sein Gegenüber, der um 6 Jahre ältere 25-jährige Fabian Reisch wurde von dem „Bodenwöhrer“ in Satz eins mit 0:6 regelrecht überrollt. Nach einer 3:1 Führung Marcos dachte man. der Drops wäre gelutscht, leider aber Fehlanzeige. Nach einem Schlägerwurf des Chamers, bahnte sich die Wende mehr und mehr an, die Fehlerquote stieg. Der Nürnberger riss Satz zwei noch mit 6:4 auf seine Seite. Mental angeschlagen dann das endgültige k.o. im Match-Tiebreak. 6:0, 4:6 und 5:10 Niederlage de Giorgis. 

 

Ein absolut sehenswertes attraktives Match dann im letzten Einzel von Durchgang eins. Was Radovan Kuchynka und sein Gegenüber der um 4 Jahre jüngere 34-jährige frühere ATP-Spieler Jaromir Linek geboten haben, war Tennis vom Allerfeinsten. Die beiden tschechischen Akteure bekämpften sich trotz nur zweier Sätze sage und schreibe 2 Stunden und 50 Minuten. Bei den ultralangen, knallharten und sicher kontrollierten Schlägen beider, hatten die Bälle wahrlich nichts zu lachen. „Radek“ gab mit etwas mehr dynamischer Power ständig Vollgas, sein Kontrahent kratzte dennoch die schier unmöglichsten Bälle aus dem Sand. Nach 6:4 Satzgewinn und 4:1 Führung des Chamers nochmals absolute Hochspannung. Der Nürnberger konnte ausgleichen zum 4:4, hatte dann bei Aufschlag von Kuchynka mit 0:40 gleich drei Breakbälle  aber nervenstark konnte Radek abwehren. Mit toller Unterstützung seiner zahlreichen Fans, schaffte er noch den Spielgewinn zum 5:4. Mit einem Break schnürte er anschließend den Sack zum vielumjubelten Sieg zu. 6:4 und 6:4 Erfolg von Radek Kuchynka in einem wahrlich spektakulären Kraftakt.  

 

Den 1:2 Spielrückstand nach Runde eins konnte dann Martin Kamenik an Position drei relativ schnell ausgleichen. Der 23-jährige Prager befindet sich in Hochform, ließ mit seinen hart und gestochenscharfen präzise gespielten Bällen sein Gegenüber Pavel Schalomov keine nennenswerte Chance. Der 6:2 und 6:3 Erfolg Kameniks ist bereits sein vierter in Folge. An Position fünf dann Niederlage des erst 17-jährigen Sebastian Drexler. „Sebi“ ist weiterhin durch eine Handverletzung gehandicapt, kann seine Rückhand dadurch nicht richtig einsetzen. Klare Niederlage mit 2:6 und 1:6 gegen den um 7 Jahre älteren Florian Heil. Im Spitzenduell zwischen Jakub Praibis und dem gleichaltrigen 30-jährigen tschechischen Landsmann Ondreij Tomiska dann ein Spiel im Wellental der Gefühle. Jakub überzeugte in Durchgang eins mit ausgezeichneter Laufarbeit und Schnellkraft, die Länge und die Sicherheit in den Schlägen stimmte und somit verdienter 6:4 Erfolg in Satz eins. Nach einer 2:1 Führung in Satz zwei nahm sich der Chamer dann fast komplett aus dem Spiel. Unerklärlich dabei die immer wieder eingestreuten Stoppversuche, welche zu rund 90 Prozent daneben gingen. Folge: Jakub gab fünf Spiele hintereinander ab zum 2:6. In der Schlussphase beim entscheidenden Match-Tiebreak waren dann starke Nerven gefragt. Ein Doppelfehler des Nürnbergers bei Spielstand 8:7 führte letztendlich zum glücklichen Erfolg des Chamers. 6:4, 2:6 und 10:7 Sieg und Ausgleich zum Spielstand 3:3. Die Entscheidung musste somit bei den Doppelmatches fallen.  

 

Schnell konnten dort im „Dreier“ Kamenik/de Giorgi gegen Wilde/Heil mit 6:3 und 6:1 punkten, aber ebenso schnell im „Zweier“ die Gäste Schalomov/Reisch gegen Bilek/Drexler mit 6:1 und 6:2 wieder einen Gleichstand herstellen. Im dann alles entscheidenden Spitzendoppel zwischen Praibis/Kuchynka – Tomiska/Linek. Eine 4:2 Führung in Satz eins nährte die Hoffnung einer kleinen Sensation, setzte sich aber leider nicht fort. Erneut zeigte sich zwar Radovan Kuchynka nochmals in überragender Spielform, agierte nahezu fehlerlos an der Grundlinie und am Netz. Alleine konnte er jedoch das Spiel nicht gewinnen. Sein Partner hatte im Match zuvor Federn lassen müssen. Wegen Schulterproblem brachte Jakub zudem leider auch keinen einzigen Aufschlag siegreich durch. Mit 5:7 und 1:6 war die Gesamtniederlage unglücklichst besiegelt.

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