Tennis Club Rot-Weiss Cham

4. Spieltag: TC Bamberg 2:7

Nach der 2:7 Niederlage von Rot-Weiß am dritten Spieltag bei TC Schönbusch Aschaffenburg, das gleiche Ergebnis auch am vierten Spieltag im Heimspiel am letzten Sonntag gegen TC Bamberg. Die Chamer Ampel steht mittlerweile auf dunkelgelb, noch aber besteht eine realistische Chance den Klassenerhalt in der Beletage zu schaffen. Am kommenden Donnerstag Christi Himelfahrt, im drittletzten Match der Runde und letztem Heimauftritt, gegen den derzeitigen zweiten der Tabelle CaM Nürnberg (6:2 Punkte) werden wohl die Trauben abermals sehr hoch hängen, eine Niederlage ist einkalkuliert. Die Vorentscheidung fällt aber beim direkten Aufeinandertreffen der beiden Kellerkinder am Sonntag den 5. Juni. Rot-Weiß mit 2:6 Punkten und Rang 7 muss hier zum punktelosen Team vom TSV Altenfurt reisen. Ein Sieg wäre dort Pflicht, denn am allerletzten Spieltag beim jetzigen Tabellenführer SpVgg Hainsacker (8:0 Punkte) gibt es kaum was zu erben. Da ziemlich sicher zwei Mannschaften absteigen, muss weiter auch noch abgewartet werden, wie sich das ebenfalls abstiegsgefährdete Team TC Weiß-Blau Würzburg (wie Cham 2:6 Punkte) im Schlussspurt schlägt. Die Unterfranken haben zumindest papiermäßig die schwerere Aufgabe gegen: TC Amberg am Schanzl, TC Bamberg und TC Schönbusch Aschaffenburg. Am Ende könnte durchaus eine Rechenschieber-Entscheidung um den Klassenerhalt anstehen.  


Zum Spiel: Bereits beim Eintreffen der Gastmannschaft aus Bamberg war Mannschaftsführer Radovan Kuchynka mit seinem Team klar, welch schwierige Aufgabe bevor stand. Die Domstädter haben punktegleich mit CaM Nürnberg (6:2) hinter SpVgg Hainsacker 8:0) auch noch die Chance zum Aufstieg in die Regionalliga, wollten also nichts dem Zufall überlassen. In Bestbesetzung von Position eins bis sechs antretend, wurde deren Favoritenrolle dann auch klar bestätigt. Gleich alle drei Einzelspielen im ersten Durchgang gingen an die Gäste: 

 

Sascha Bilek an Pos. vier, musste wegen Verletzung in Satz zwei gegen Moritz Starke aufgeben. Ein Muskelfaserriss der sich vergangene Woche bereits anbahnte, machte ein Weiterspielen nicht mehr möglich. Marco de Giorgi an sechs, zeigte trotz Niederlage eine überzeugende Leistung. Der „Bodenwöhrer“ hatte gegen seinen um 5 Jahre älteren Kontrahenten den 24-jährigen Bamberger Simon Spano beim Stande von 5:4 in Durchgang zwei einen Satzball, konnte den aber nicht nutzen. Niederlage dann im Tie-Break. An Position zwei traf Radovan Kuchynka auf den um 14 Jahre jüngeren 24-jährigen „Domstädter“ Phillipp Piyamonkol. Dem früheren Deutschen Meister im Juniorenbereich und ATP-Weltranglistenspieler von 2004 bis 2008 konnte „Radek“, wie immer ein Vorbild an Kampfkraft, über weite Strecken Paroli bieten, nicht aber die Niederlage verhindern. Wenn es brenzlich wurde, konnte Piyamonkol einen Gang zulegen. Besonders hervorstechend die unglaublich hart geschlagenen Rückhand des Bambergers. In Durchgang zwei präsentierte sich Martin Kamenik an Position drei in blendender Verfassung. Sein gleichaltrigen und schnellen Gegner Maximilian Hofmann wurde wie ein Kaninchen von einer Ecke in die andere gehetzt. Nahezu fehlerfrei  ein lockerer und überzeugender Zweisatzsieg des Pragers. Sebastian Drexler an Position fünf, zweimaliger Matchwinner der beiden vorhergehenden Spieltage, konnte die Erfolgsserie leider nicht fortsetzen. Eine Handgelenksverletzung machte den erst 17-jährigen vor allem auf der Rückhandseite zu schaffen. Nach 0:6 und 1:5 Rückstand gegen den um 14 Jahre älteren Alexander Tisch sah sich „Sebi“ bereits in der Dusche, fightete aber noch zurück. Mit Biss, Emotion und Kämpferherz glich er zum 5:5 aus. Resultat aber am Ende 0:6 und 5:7.  


Im Spitzeneinzel stand Jakub Praibish mit Andreas Tattermusch ein Gegner mit Visitenkarte gegenüber. Der DTB-Trainer, frühere Bundesligaspieler und ehemalige Profi auf der ATP-Tour wurde seiner Favoritenrolle dann auch gerecht. Die bevorzugt oft langen, packenden und krachenden Grundlinienduelle entschied der routinierte Bamberger mehr für sich. Trotz relativ klarem Zweisatzverlust wiederum eine ansprechende Leistung von Jakub.  

 

Nach 1:5 Zwischenstand bei Beendigung der Einzelspiele war die Gesamtniederlage bereits besiegelt. Bei den abschließenden Doppelmatches ging im „Zweier“ Bilek/Drexler der Punkt wegen Verletzung der Chamer ohne Spiel an Bamberg. Tolles Doppeltennis wurde aber im „Einser“ und im „Dreier“ bestaunt. Spektakuläre Ballwechsel wurden von den Zuschauern wiederholt mit viel Beifall bedacht. Das Duo Praibis/Kuchynka verlor optisch hier zu hoch, Kamenik/de Giorgi setzten sich knapp aber hochverdient im Match-Tiebreak durch. Endstand somit 2:7.  

 

Die Ergebnisse: Jakub Praibis CZE (1) – Andreas Tattermusch 2:6, 3:6; Radovan Kuchynka CZE (2) – Philipp Piyamongkol 2:6, 4:6; Martin Kamenik CZE (3) – Maximilian Hofmann 6:2, 6:0; Sascha Bilek (6) (w.o) – Moritz Starke 0:6, 0:4; Sebastian Drexler (8) – Alexander Tisch 0:6, 5:7; Marco de Giorgi (12) – Simon Spani 3:6, 6:7. Doppel: Praibis/Kuchynka – Tattermusch/Tisch 0:6, 3:6; Bilek/Drexler (w.o) – Piyamongkol/Starke (ohne Spiel); Kamenik/de Giorgi - Hofmann/Spano 4:6, 6:2, 10:7.

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