3. Spieltag: TC Schönbusch Aschaffenburg 2:7

Nicht ausgezahlt hat sich die weite Reise der Herren I nach Aschaffenburg. Am Ende stand eine 2:7 Niederlage gegen TC Schönbusch. Mit bedingt auch durch den Ausfall der verletzten Nummer eins Jakub Praibis war dieselbe unumgänglich, zudem die Unterfranken gleich auch noch vier Spieler aus ihrer 1.Bundesliga-Mannschaft der Herren 30 „auflaufen“ ließen. 

Wohl erwischte man gleich einen Auftakt nach Maß mit zwei Einzelsiegen: Martin Kamenik an Position zwei schlug in hervorragender Verfassung den Ungarn Gabor Jaross. Nach Tie-Breakerfolg in Satz eins, ganz deutlicher Gewinn in Durchgang zwei. Der erst 17-jährige Sebastian Drexler an Position vier bestätigte eindrucksvoll weiter seinen Aufwärtstrend. Den um vier Jahre älteren Aschaffenburger Marco Dehmel ließ „Sebi“ wenig Luft zum atmen holen. Mit konstanter Power klarer Zweisatzerfolg (6:1, 6:4) und somit zweiter Einzelsieg nach drei Spieltagen. Fast hätte noch Marco de Giorgi an Position fünf für eine Überraschung gesorgt. Gegen den um 12 Jahre älteren Oliver Bergmann musste sich Marco erst im Match-Tiebreak beugen.  

Ganz deutliche Niederlagen gab es dann allerdings an den Positionen eins, drei und sechs. Sascha Bilek an drei setzte alle ihm zur Verfügung stehenden spielerischen Mittel ein, doch der um 14 Jahre ältere 31-jährige hoch routinierte BL-H30 Spieler Florian Preißler war immer einen Zug voraus. Maximilian Schröpfer an Ersatzposition sechs mit erstem Bayernliga-Einsatz, kämpfte ebenfalls bravourös aber vergebens. Im Spitzenduell stand dann auch Radovan Kuchynka Kornel Bardoczky chancenlos gegenüber. Der um 5 Jahre jüngere 31-jährige frühere ungarische Daviscup-Spieler ist bereits seit 2004 ununterbrochen in der Bayernliga bei TC Schönbusch Aschaffenburg im Einsatz. Sage und schreibe 52:0 Einzel-Spielgewinne stehen hier zu Buche. Die beste ATP-Herren Weltrangposition des Magyaren lag bei 254, im Doppel gar auf Pos. 130. „Radek“ der bedingt auch durch sein kraftraubendes Match am Vortag bei den Herren 30 Spuren hinterließ, wirkte nicht mehr so schnell und spritzig wie gewohnt, damit auch höhere Fehlerquote. Nur ein Spiel war „Radek“ vergönnt und somit Zwischenstand nach Abschluss der Einzel 2:4 bei noch theoretischer Chance zum Gesamtgewinn. An diese glaubten zugegebener Maßen die Chamer allerdings selber nicht mehr, denn alle drei Doppelpaarungen hätten noch siegreich über die Bühne gebracht müssen. Der Aufstellungspoker war aber vergebens. Nur im „Dreier“ gestaltete sich das Match Bergmann/Krockow - Kamenik/de Giorgi äußerst eng. Haudünner Vorsprung im Match-Tiebreck für die Gastgeber und somit 2:7 Gesamt-Niederlage. Punktegleich (2:4) mit TC Amberg am Schanzl II und TC Weiß-Blau Würzburg, aber noch vor TSV Altenfurt (0:6), belegen die Rot-Weissen derzeit den vorletzten Platz. Am kommenden Sonntag folgt erneut eine schwere Aufgabe mit Heimrecht gegen TC Bamberg (4:2 Punkte). Die Chamer hoffen, dass sie hier wieder in Bestbesetzung antreten können. Gegen Andreas Tattermusch und Co. dürfte dann spannendes und hochklassiges Tennis geboten sein.  


Die Ergebnisse:
Bardoczky Kornel HUN – Kuchynka Radovan (2) CZE 6:0, 6:1; Jaross Gabor HUN – Kamenik Martin (3) CZE 6:7, 1:6; Preißler Florian – Bilek Sascha (6) 6:0, 6:1; Dehmel Marco – Drexler Sebastian (8) 1:6, 4:6: Bergmann Oliver – de Giorgi Marco (12) 6:4, 2:6, 10:3; von Krockow Benjamin – Schröpfer Maximilian (23)  6:1, 6:0. Doppel: Bardoczky/Jaross – Bilek/Drexler 6:1. 6:0; Preißler/Dehmel – Kuchynka/Schröpfer 6:2, 6:4; Bergmann/von Krockow – Kamenik/de Giorgi 7:5, 3:6, 10:8. 

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