Tennis Club Rot-Weiss Cham

5. Spieltag: SC Uttenreuth 1:8

Die Herren 30 hatten am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen den SC Uttenreuth ein Deja-vu-Erlebnis. Denn ähnlich wie CaM Nürnberg im letzten Heimspiel reisten die Uttenreuther mit der bis dato stärksten Saison-Aufstellung in den Bayerwald. Uttenreuth, erst letzte Saison aus der Regionalliga abgestiegen, hatte mit 2:8 Punkten nur noch dann realistische Chancen auf den Klassenerhalt, wenn die letzten beiden Spiele gewonnen werden. Die Chamer mussten wiederum mit dünner Personaldecke ohne die beiden „Tauser“ Petr Bufka und Lukas Böhm und Kapitän Markus Weichselmann antreten. Letzterer musste auf Grund Verletzung sein Einzel auf Position drei kampflos abgeben.  

Michael Brey auf Position sechs, sorgte bei hochsommerlichen Temperaturen und Schwerstarbeit, erneut für den einzigen Einzelpunkt. Gegen seinen ungemein sicher spielenden Gegner Clemens Jörger kam der Chamer zunächst nur schwer ins Match, hatte vor allem Probleme mit den windigen Verhältnissen und seiner weichen Bespannung. Nach 3:5 Rückstand spielte er dann aber seine feine Technik aus, wurde aggressiver und druckvoller, holte sich Satz eins noch mit 7:5. Nach einer 4:1 Führung in Durchgang zwei egalisierte sein Gegenüber, aber trotz erkennbaren konditionellen Problemen riss „Mich“ routiniert das Ruder noch auf seine Seite mit 6:4 Sieg.  

 

In den übrigen Einzelpartien waren die Chamer weitestgehend chancenlos. Allenfalls Thomas Göttlinger auf Position vier konnte beim 4:6 und 3:6 gegen Kempkes sein Match über weite Strecken offen gestalten. „Linger“ erarbeitete sich durchaus gute Chancen, gab diese aber zumeist mit sehr leichten Fehlern wieder aus der Hand. Vor allem bei seinen Aufschlagspielen produzierte er  zu viele Doppelfehler. Johannes Gschwendtner auf Position eins sah sich mit dem an Position 130 in der Deutschen Rangliste geführten Italiener O’Neille einem übermächtigen Gegner gegenüber. Trotzdem kämpfte Hansen um jeden Ball und lieferte sich sehr viele sehenswerte Grundlinien-Rallys mit dem Herren-Regionalligaspieler. Doch egal was Hansen versuchte, der Italiener hatte meist die bessere Antwort parat: 1:6 und 1:6. Andreas Freundl, glücklicherweise wieder genesen von seinem Darmvirus, war noch nicht ganz wieder im Vollbesitz seiner Kräfte und zog gegen den Routinier und früheren Regionalligaspieler Egerer klar den Kürzeren: 0:6 und 1:6. Auch Stefan Oberndorfer auf Position fünf musste die Überlegenheit seines Gegners Neumann neidlos anerkennen. Obi fehlt derzeit aufgrund seines großen Trainingsrückstands schlichtweg noch die Sicherheit in seinen Grundschlägen und auch die körperliche Fitness, um so ein schweres Match für sich zu entscheiden: 2:6 und 2:6. 

 

Somit Zwischenergebnis nach den Einzeln 1:5 aus Chamer Sicht. In den Doppeln hatten Freundl/Oberndorfer gute Siegchancen, unterlagen letztlich aber im Match-Tie-Break. Nach dem Verlust der beiden übrigen Doppel lautete das bittere Endresultat 1:8. Dieses Ergebnis wirkt sich insbesondere sehr negativ auf das Spielverhältnis aus, das bei Punktgleichheit von erheblicher Bedeutung sein kann. Die Chamer sind mit 4:6 Punkten nun wieder mitten im Abstiegskampf. Es muss mindestens noch ein Sieg aus den beiden letzten Partien gegen Kümmersbruck und Maxhütte eingefahren werden, um den Abstieg in die Landesliga zu vermeiden. Um ganz sicher zu gehen, sollten sogar beide Spiele nach der nun anstehenden vierwöchigen Pause gewonnen werden.  

Die Ergebnisse:  Johannes Gschwendtner (4) – Matia O`Neille ITA 1:6, 1:6; Andreas Freundl (5) – Emil Egerer 0:6, 1:6; Markus Weichselmann (8)(w.o.) – Andreas Bosdorff (ohne Spiel); Thomas Göttlinger (10) – Fabian Kempkes 4:6, 3:6;   Stefan Oberndorfer (13) – Steffen Neumann 2:6, 2:6; Michael Brey (19) – Clemens Jörger 7:5, 6:4  Doppel: - Weichselmann/Göttlinger – Egerer/Bosdorff (ohne Spiel); Gschwendtner/Brey – O`Neille/Jörger 4:6, 1:6;  Freundl/Oberndorfer 6:3, 3:6, 5:10. 

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