4. Spieltag: CaM Nürnberg 2:7

Vergangenen Samstag  empfingen die Bayernliga-Herren 30 den punktgleichen Tabellennachbarn CaM Nürnberg auf der Tennisanlage in Cham-Altenmarkt. Die Siegchancen waren für die Bayerwaldler allerdings schon vor der Partie auf ein Minimum gesunken. Im Vergleich zum Spiel vergangene Woche gegen den TV Fürth waren nämlich gleich fünf Spieler auf Chamer Seite nicht einsatzfähig. Neben Petr Bufka und Lukas Böhm war auch Topspieler Radovan Kuchynka, der ja nur zweimal für die Herren 30 spielberichtigt ist, für diese Partie nicht eingeplant. Zu allem Überfluss erwischte dann Andreas Freundl einen Tag vor der Partie einen Darmvirus, so dass auch der Radlinger kurzfristig nicht zur Verfügung stand. Und Mannschaftsführer Markus Weichselmann, seit Wochen an einem Tennisarm laborierend, stand zwar auf dem Meldebogen, musste aber sein Einzel an Position zwei kampflos abgeben. Dafür war Portugal-Reiseprofi Johannes Gschwendtner von seiner Geschäftsreise zurückgekehrt und führte das personell arg geschwächte Heren30-Team auf Position eins an.

Die Nürnberger wiederum waren mit einer bärenstarken Truppe in den Bayerwald gereist und holten sich sogar Verstärkung durch einen Ihrer Spitzenspieler aus dem Bayernliga-Herren-Team. Dem entsprechend deutlich waren auch die Spiele von Position eins bis fünf. Johannes Geschwendtner bot zwar sehenswertes Tennis gegen den tschechischen Topspieler Jaromir Linek (Deutsche Rangliste 380), war aber beim 0:6 und 1:6 letztlich chancenlos. Stefan Oberndorfer ist noch lange nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und hat weiterhin großen Trainigsrückstand. So war die deutliche Niederlage gegen David Hartmann an Position drei nicht verwunderlich. Thomas Haimerl an Position vier ackerte und kämpfte vorbildlich, unterlag aber auch deutlich in zwei Sätzen. Helmut Schröpfer sprang aufgrund der Personalmisere kurzfristig ein, sah sich aber an Position fünf einem übermächtigen Oliver Maronna, der früher jahrelang in der Herren-Regionalliga und Bayernliga gespielt hatte, gegenüber (1:6, 1:6). 


Für einen Lichtblick sorgte Michael Brey mit seinem spektakulären Comeback an Position sechs. Der frühere Topspieler im Juniorenbereich, u.a. früher auch für Kötzting, Piding und Landshut unterwegs, wechselte bereits Ende der Neunziger vom Tennis-Racket zum Golfschläger und spielte jahrelang nur mehr ausschließlich und auch sehr erfolgreich Golf (aktuelles Handicap unter 2). Doch seit 1-2 Jahren spielt „Micha“ auch wieder mit zunehmender Begeisterung Tennis und bestritt nun seit über zehn Jahren wieder sein erstes Turnierspiel. Mit schnörkellosem Tennis ließ er seinem Gegenüber Christian Reifenscheid nie zur Entfaltung kommen und setzte ihn mit seinen technisch brillianten Grundschlägen immer wieder unter Druck, um dann auch erfolgreich am Netz zu punkten. Das Ergebnis: ein überzeugend heraus gespielter Zwei-Satz-Triumph mit 6:2 und 6:3. 

Nach dem Zwischenstand von 1:5 nach den Einzeln einigten sich die Chamer auf ein 1:2 in den Doppeln, womit das Endergebnis 2:7 aus Chamer Sicht lautete.  

 

Die Ergebnisse: Johannes Gschwendtner (4) – Jaromir Linek CZE 0:6, 1:6; Markus Weichselmann (8)(w.o.) – Radek Pozdena CZE (ohne Spiel); Stefan Oberndorfer (13) – David Hartmann 0:6, 0:6; Thomas Haimerl (14) – Felix Pittroff 1:6, 1:6;  Helmut Schröpfer (15) – Oliver Maronna 1:6, 1:6; Michael Brey (19) – Christian Reifenscheid 6:2, 6:3.  Doppel: - (ohne Austragung)

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