Tennis Club Rot-Weiss Cham

2. Spieltag: WB Würzburg 5:4

Das Team um Mannschaftskapitän Radovan Kuchynka versprach Wiedergutmachung für die 1:8 Auftaktpleite gegen TC Amberg am Schanzl II und dank der Doppelstärke ist dies in der Domstadt auch eindrucksvoll gelungen. Starke Nerven waren aber allemal gefragt. 

In der ersten Runde konnte „Radek“ Kuchynka an Position zwei nicht an die von ihm sonst gewohnten Leistungen anknüpfen. Ein gewisser „Chatlag“ von seiner Romheimkehr wenige Stunden zuvor war unschwer zu erkennen. Sein Gegenüber, der um 14 Jahre jüngere 23-jährige Christian Kosolowski spielte zwar sehr stark, „Radek“ selber fand aber nicht seinen Rhythmus, musste klar in zwei Sätzen abgeben. Mentale Stärke bewies Sascha Bilek an Position vier in der Entscheidung beim Match-Tie-Break. Nach Satzverlust gegen Max Müller-Reiter legte der 18-jährige die anfängliche Nervosität ab, schaffte den Satzausgleich. Kontrolliert, mit Geduld aber trotzdem druckvoll siegte letztendlich Sascha völlig verdient. An Position sechs dann gedrückte Stimmung der Rot-Weissen beim Spiel von Marco de Giorgi. Sein Gegner der ehemalige Chamer Johannes Oberberger, welcher in Würzburg studiert, tauchte völlig überraschend nach zwei Jahren Tennispause im Würzburger Team auf. Mit konsequenten Serve- and Volley-Attacken bezwang der Blaibacher dann „sensationell“ den Chamer in zwei Sätzen. Nach vergebenem Satzball im Tie-Break des 1.Durchganges, „schoss“ sich im zweiten Satz Marco förmlich aus dem Match. Total geknickt sagte er selber: das hätte mir nicht passieren dürfen. Fehlende Matchpraxis bei etwas zu wenig Trainingseifer trugen allerdings für die enttäuschende Niederlage augenscheinlich bei. 

In Durchgang zwei war es dann Martin Kamenik an Position drei, welcher von Anfang an kompromisslos zu Werke ging, so gut wie keine Geschenke verteilte und seine Leistung gleichmäßig über die ganze Spieldauer aufrecht hielt. Sein Gegenüber der um 2 Jahre ältere 25-jährige Christopher Enser-Bönisch war mit 1:6 und 1:6 Niederlage chancenlos. Neuzugang Jakub Praibis an der Spitzenposition kämpft weiterhin mit Schulterproblemen.  Die hochklassigen attraktiven und oft sehr langen Ballwechsel konnte bedingt auch dadurch der gleichaltrige 29-jährige Mazedonier Dimitar Grabuloski mehr auf seine Seite bringen. Trotz 3:6 und 3:6 Niederlage enttäuschte der Tscheche abermals nicht. Nach 2:3 Spielrückstand dann freudige Mienen bei Rot-Weiß, mit dem Sieg des erst 17-jährigen Chamers Sebastian Drexler an Position sechs. „Sebi“ untermauerte damit eindrucksvoll die stetig aufsteigende Form. Seine „typische“ zwischenzeitliche Einbruchsphase“ machte er mit großer Risikobereitschaft mehr als wett, gab bei jedem Ballwechsel Vollgas und mit gewaltigem Zug im Schlag rang er sein Gegenüber Maximilian Fleischer nervenstark im Matchtiebreak nieder.

Nach Einzelzwischenstand 3:3 fiel damit die Entscheidung erst bei den Doppelmatches. Tolles Tennis zeigte hier das Chamer „Einser“ Praibis/Kamenik gegen Grabuloski/Kosolowski. Der klare 6:4 und 6:2 Sieg der beiden war doch überraschend, hellte die Chamer Gesichter zusehends auf. Knisternde Spannung dann im „Dreier“. Im Champions-Tie-Break vergaben hier Drexler/de Giorgi gegen Enser-Bönisch/Oberberger insgesamt 5 Matchbälle und nach 14:16 Niederlage bei 4:4 Spielstand lag die endgültige Entscheidung im Ausgang von Doppel zwei. Auch dort ging es in den „Champions“. An der Seite von Radek Kuchynka wuchs hier Sascha Bilek förmlich über sich hinaus, war der aktivere Spieler und letztendlich Garant für den Gesamtsieg mit dem 2:6, 7:6 und 3:10 Erfolg.  


Die Ergebnisse:
(Würzburg zuerst genannt) Grabuloski Dimitar MKD – Praibis Jakub CZE 6:3, 6:3; Kosolowski Christian – Kuchynka Radovan CZE 6:2, 6:1; Enser-Bönisch Christopher – Kamenik Martin CZE 1:6, 1:6; Müller-Reiter Max – Bilek Sascha 6:4, 4:6, 7:10; Fleischer Maximilian – Drexler Sebastian 3:6, 6:2, 6:10; Oberberger Johannes – de Giorgi Marco 7:6, 6:1.   Doppel:  Grabuloski/Kosolowski – Praibis/Kamenik 4:6, 2:6; Müller-Reiter/Fleischer – Kuchynka/Bilek 2:6, 7:6, 3:10; Enser-Bönisch/Oberberger – Drexler/de Giorgi 2:6, 6:4, 16:14. 

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