Herren 30 - Bayernliga

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga erreichten die Herren 30 im vergangenen Jahr einen beachtlichen dritten Platz in der Bayernliga Nord. Den fünf Siegen (TC Kümmersbruck, TV Lauf, Detag Wern-berg, TV Fürth und Baur Burgkunstadt) standen zwei Niederlagen (RB Regensburg, TC Maxhütte) gegenüber. Es wäre vielleicht sogar der Wiederaufstieg möglich gewesen, wenn das wichtige Spiel gegen den Meister RB Regensburg mit einer etwas stärkeren Aufstellung bestritten worden wäre. Welches Potential in der Mannschaft gesteckt hätte, wurde am letzten Spieltag deutlich, als der Tabellenzweite Baur Burgkunstadt mit 7:2 klar besiegt wurde. Wie schwierig es aber war, in jedem Match eine schlagkräftige Truppe aufzubieten, verdeutlicht die Tatsache, dass in den sieben Spielen sage und schreibe 12 Spieler eingesetzt wurden. 

Und es wird diese Saison für Mannschaftskapitän Markus Weichselmann definitiv nicht einfacher werden; ist die Personaldecke doch ausgesprochen dünn. Denn nach dem tragischen Tod von Beppo Hobl ( siehe eigener Bericht),der im übrigen als einziger sämtliche Matches im vergangenen Jahr bestritt, wird in diesem Jahr auch definitiv Alois Koller wegen einer schmerzhaften und langwierigen Schulterverletzung ausfallen. Gerade Alois war durch sein sicheres Grundlinienspiel im vergangenen Jahr ein zuverlässiger Punktegarant. Zudem hat Dr. Volker Herold nun endgültig seine aktive Tenniskarriere beendet; wenngleich er bereits im vergangenen Jahr keinen Einsatz mehr bei den Herren 30 hatte, war man bei den Rot-Weißen doch voller Hoffnung, dass er in dem ein oder anderen Spiel zumindest aushilfsweise auflaufen wird. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter Stefan Oberndorfer, der ebenfalls gesundheitlich angeschlagen in den letzten Wochen kaum trainieren konnte. Das einstige Jugendtalent und große Stütze der rot-weißen Gruppenligamannschaft in den Neunzigern, gab im vergangenen Jahr ein vielbeachtetes Comeback bei den Herren 30. Wie eh und je brachten seine unorthodoxe Spielweise und sein großer Kampfgeist die Gegner zur Weißglut. Der Cham-münsterer hofft noch rechtzeitig zum Saisonstart fit zu werden.  

 

Aufgrund dieser angespannten Personalsituation lautet das Minimalziel, die Bayernliga, die auch in diesem Jahr erneut an Spielstärke gewonnen hat, zu erhalten. Topfavorit ist der starke Aufsteiger TC Schönbusch Aschaffenburg II, bei dem die Rot-Weißen gleich zum Auftakt zu Gast sind und sicherlich einen sehr schweren Stand haben. Da die erste Mannschaft von Aschaffenburg mittlerweile in der Herren 30 – Bundesliga aufschlägt und deren Saison erst im Juli startet, ist damit zu rechnen, dass die Aschaffenburger gerade in den ersten Spielen mit einem sehr starken Team auflaufen werden. Gute Chancen rechnen sich die Bayerwaldler gegen den TV Fürth und nach der Pfingstpause gegen die beiden Oberpfälzer Vereine TC Kümmersbruck und TC Maxhütte aus. Einen schweren Stand werden die Rot-Weißen gegen die beiden Regionalliga-Absteiger CaM Nürnberg und SC Uttenreuth haben. Beide Mannschaften sind aus gemeinsamen Regionalligazeiten gut bekannt und zumeist hatten die Rot-Weißen das Nachsehen. Auch der zweite Aufsteiger, der NHTC Nürnberg II, ist nicht zu unterschätzen und wird eine „harte“ Nuss sein.  

 

Zweimal wird die aktuelle Nummer 644 der Deutschen Herrenrangliste, Radovan Kuchynka, an Position Eins aufschlagen. Radek ist wie Wein: „ Je älter, desto besser!“ So dürfen sich seine Fans wieder auf sein enormes Power-Tennis, seine exzellente Technik und seinen unbändigen Kampfgeist freuen. Nachdem Petr Bufka, mittlerweile das 17. (!) Jahr bei den Rot-Weißen, im vergangenen Jahr noch fest in der ersten Mannschaft spielte und maßgeblichen Anteil am erneuten Bayernliga-Aufstieg hatte, wird er in diesem Jahr ausschließlich bei den Herren 30 spielen. Da „Buf“ aber sehr oft am Samstag auch für seinen Heimatverein Domazlice in Tschechien spielen wird, wird er vermutlich nur in vier Partien auflaufen können. Sollte es gerade am Ende mit dem Klassenerhalt eng werden, hat man aber mit Radeks österreichischen Freund Clemens Weinhandl noch einen Trumpf im Ärmel. 

Den festen Kern der Mannschaft bilden „Portugal-Reiseprofi“ Johannes Gschwendtner, Andreas Freundl und Kapitän Markus Weichselmann. Thomas Göttlinger, der derzeit mitten im Hausbau steckt und somit kaum zum Trainieren kommt, wird vermutlich in 3-4 Spielen zum Einsatz kommen. Im Notfall kann vielleicht auch Rüdiger Altmann überzeugt werden, zum Schläger zu greifen. Doch die Rot-Weißen können auch Verstärkungen vermelden, vor allem Bufs tschechischer Mannschafts-kollege Lukas Böhm, der jahrelang die Nummer Eins beim TC Weiding war. Lukas wird durch sein extrem druckvolles, aber auch sicheres Grundlinienspiel an den hinteren Positionen kaum zu bezwingen sein. Allerdings wird auch er nur in vier bis fünf Spielen zur Verfügung stehen. Ebenfalls vom TC Weiding stieß Thomas Haimerl zu den Chamern und wird voraussichtlich sowohl bei den Herren 30, als auch in der 2. Herrenmannschaft spielen. Auf ein Comeback der besonderen Art dürfen sich die Tennisfreunde bei Michael Brey freuen. Der exzellente Golfspieler war gerade in jungen Jahren eines der größten Talente in Bayern und spielte auch bereits für den TC Kötzting in der Herren-Bayernliga. Nachdem er jahrelang kein Tennis mehr spielte, ist er seit einiger Zeit in der „Mittwochsrunde“ sehr aktiv. Und verlernt hat der „Mich“ das Tennis nie! Die Herren 30 laden alle Tennisfreunde ganz herzlich zu den Heimspielen auf die Tennisanlage in Cham-Altenmarkt ein: hochklassiges und spannendes Tennis ist garantiert! 

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